„Gewählt - und was nun?" So lautet vielfach die Frage frisch gewählter Elternvertreterinnen und Elternvertreter. Es sind ja in der Regel keine für ein derartiges Amt vor- oder ausgebildete Erziehungsberechtigte, die als Klassenelternschaftsvorsitzende, Schulelternrats- oder Konferenzmitglieder gewählt wurden. In der Praxis ist es doch häufig so, dass alle übrigen sich freuen, wenn jemand sich bereit gefunden hat, ein solches Amt zu übernehmen.
Gleichwohl beginnt für die Gewählten dieses „Ehrenamtes" nunmehr eine Zeit hoher Erwartungshaltung der Nicht-Gewählten und die Notwendigkeit, möglichst zügiger intensiver Einarbeitung.
Literatur zum Thema gibt es in ausreichender Menge, leider gibt sie für den Einzelfall oder einen außergewöhnlichen Anspruch nicht das konkrete Rezept. Rückfragen oder Gedankenaustausch mit „Gleichgestellten" sind nicht möglich.
Hier ist die regionale Elternfortbildung oder auch gezielte Eigeninitiative gefragt.
(5.E.18)
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„Gewählt - und was nun?" So lautet vielfach die Frage frisch gewählter Elternvertreterinnen und Elternvertreter. Es sind ja in der Regel keine für ein derartiges Amt vor- oder ausgebildete Erziehungsberechtigte, die als Klassenelternschaftsvorsitzende, Schulelternrats- oder Konferenzmitglieder gewählt wurden. In der Praxis ist es doch häufig so, dass alle übrigen sich freuen, wenn jemand sich bereit gefunden hat, ein solches Amt zu übernehmen.
Gleichwohl beginnt für die Gewählten dieses „Ehrenamtes" nunmehr eine Zeit hoher Erwartungshaltung der Nicht-Gewählten und die Notwendigkeit, möglichst zügiger intensiver Einarbeitung.
Literatur zum Thema gibt es in ausreichender Menge, leider gibt sie für den Einzelfall oder einen außergewöhnlichen Anspruch nicht das konkrete Rezept. Rückfragen oder Gedankenaustausch mit „Gleichgestellten" sind nicht möglich.
Hier ist die regionale Elternfortbildung oder auch gezielte Eigeninitiative gefragt.
Volkshochschulen und andere Erwachsenenbildungseinrichtungen haben sich dieses Themas in unterschiedlicher Quantität und Qualität angenommen. Ein Blick in die entsprechenden Fortbildungsprogramme hilft für gewöhnlich ein gutes Stück weiter. Für Anregungen sind die Verantwortlichen im Regelfall aufgeschlossen und dankbar.
Oft aber, zumal im ländlichen Bereich, gilt es, selbst die „Ärmel hoch zu krempeln" und nach Möglichkeiten qualifizierter Einarbeitung zu suchen bzw. sie zu initiieren.
Erste Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner sollte die Schulleiterin oder der Schulleiter sein. Vielleicht ist sie oder er in der Lage, die Mitglieder des Schulelternrates an einigen Abenden über die Grundzüge der Elternarbeit zu informieren. Auch geeignete Lehrkräfte, Vertreter des Schulträgers oder „erfahrene" Elternvertreter sind mitunter gerne bereit, eine derartige Aufgabe zu übernehmen.
So ist auch der Zusammenschluss mehrerer Schulelternräte, die ein Wochenendseminar planen und durchführen möchten, denkbar. Die zuständige Dezernentin oder der zuständige Dezernent der Schulbehörde sind für eine Referententätigkeit mit Sicherheit zu gewinnen. Hierbei kann eine der Schulleitungen hilfreiche Vermittlertätigkeit ausüben.
Die Grobstruktur eines solchen „Schulungssamstages" könnte folgendermaßen aussehen:
Das vorstehende Beispiel hat sich aus mehreren Gründen als effektiv ausgewiesen:
Neben diesen Formen konkreter Elternschulungen gibt es innerhalb der eigenen Schule oder mehrerer Schulen die Möglichkeit zur Bildung von Elternforen, auch die Teilnahme an Schulinternen Lehrerfortbildungen ist geregelt und grundsätzlich möglich. Sprechen Sie Ihre Schulleitung an!
Generell gilt: Haben Sie keine Scheu, Lehrkräfte und Schulleitungen sowie erfahrene Elternvertreter anzusprechen. Jeder hat einmal den ersten Schritt tun müssen. Sie werden staunen, auf wie viel Hilfsbereitschaft Sie - hoffentlich - stoßen werden.
(5.E.18)