Klassenelternschaft - Die Basis der Elternvertretung

Ein Treffen der Klassenelternschaft ist an manchen Schulen leider nicht mehr als eine Veranstaltung, bei der man sich „sehen“ lassen muss. Man hört sich die fälligen Berichte an, spricht einige unverbindliche Worte mit dem Vater oder der Mutter, die zufällig neben einem sitzen und geht dann wieder nach Hause. Dabei hätte man „eigentlich“ gerne gewusst, wer denn die Eltern von Gisela sind. Denn von Gisela hat die eigene Tochter schon häufiger erzählt. Aber leider – eine Gelegenheit zum Gespräch gab es nicht. Übrigens ist es möglich, dass es den Eltern von Gisela genauso geht!

Das muss nicht so sein. Es gibt Möglichkeiten, Kontakte zwischen den Eltern herzustellen. Sicher: Es ist ein Unterschied, ob es sich um die Klassenelternschaft einer Berufsschul- oder einer Grundschulklasse handelt. Trotzdem: Der Vorsitzende kann eine Menge erreichen, mit einfachen und überall vorhandenen Mitteln.

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Ein Treffen der Klassenelternschaft ist an manchen Schulen leider nicht mehr als eine Veranstaltung, bei der man sich „sehen“ lassen muss. Man hört sich die fälligen Berichte an, spricht einige unverbindliche Worte mit dem Vater oder der Mutter, die zufällig neben einem sitzen und geht dann wieder nach Hause. Dabei hätte man „eigentlich“ gerne gewusst, wer denn die Eltern von Gisela sind. Denn von Gisela hat die eigene Tochter schon häufiger erzählt. Aber leider – eine Gelegenheit zum Gespräch gab es nicht. Übrigens ist es möglich, dass es den Eltern von Gisela genauso geht!

Das muss nicht so sein. Es gibt Möglichkeiten, Kontakte zwischen den Eltern herzustellen. Sicher: Es ist ein Unterschied, ob es sich um die Klassenelternschaft einer Berufsschul- oder einer Grundschulklasse handelt. Trotzdem: Der Vorsitzende kann eine Menge erreichen, mit einfachen und überall vorhandenen Mitteln.

Punkt 1:

Besorgen einer Namensliste aller Eltern. Die Schule kann sie zur Verfügung stellen. Aber hier muss der Datenschutz berücksichtigt werden. Sie können die Namensliste als Vorsitzender erhalten. Wenn Sie diese Liste an die Eltern weitergeben wollen, geht das nur mit Einverständnis der Eltern. Möglich ist z. B., dass Sie ein Formblatt für den ersten Elternabend vorbereiten. Das Formblatt könnte so aussehen:

Erklärung

Ich bin damit einverstanden, dass mein Name und meine Anschrift durch den Vorsitzenden des Klassenelternrates den Erziehungsberechtigten der Schüler der Klasse . . . . . . mitgeteilt wird.

_________________

_________________ _______________ _________________
Name Anschrift / Telefon Unterschrift / Datum

Allerdings: Sie müssen auch die Erziehungsberechtigten, die nicht an dem Elternabend teilgenommen haben, informieren und um eine Unterschrift bitten.

Man wird aber die Zustimmung aller Eltern aus unterschiedlichen Gründen nicht erreichen können. Sie müssen entscheiden, ob Sie gleichwohl nur die Anschriften der Erziehungsberechtigten verschicken wollen, die die „Erklärung“ unterschrieben haben. Die Vervielfältigung und das Porto übernimmt die Schule. Das Begleitschreiben kann etwa so aussehen:

Josef Müller
Vorsitzender der Klassenelternschaft der Klasse....
33333 Musterstadt
Musterstrasse 9
Tel.: ....

Datum:00.00.0000

Liebe Eltern,

als Anlage schicke ich Ihnen die Anschriftenliste der Eltern für unsere Klasse. Vielleicht ist das eine Hilfe zum gegenseitigen Kennen lernen!
Vier Erziehungsberechtigte haben nicht zugestimmt, dass ihr Name und ihre Anschrift in die Liste aufgenommen werden.

Mit freundlichen Grüßen

Punkt 2:

An fast allen Schulen unterrichten in einer Klasse mehrere Lehrer. Viele Eltern wissen nicht, welcher Lehrer welches Fach unterrichtet. Der Klassenelternratsvorsitzende sollte deshalb in einem Brief an die Eltern eine Übersicht über die Fächer verschicken, die die einzelnen Lehrer unterrichten. Wenn es an Ihrer Schule üblich ist, dass die Lehrer Sprechzeiten angeben, sollten Sie diese Angaben mit in die Liste aufnehmen. Die notwendigen Unterlagen stellt die Schule zur Verfügung.

Das Begleitschreiben braucht nicht lang zu sein. Es kann etwa so aussehen:

Josef Müller
Vorsitzender der Klassenelternschaft der Klasse....
33333 Musterstadt
Musterstrasse 9
Tel.: ....

Datum:00.00.0000

Liebe Eltern,

als Anlage schicke ich Ihnen eine Übersicht über die Lehrkräfte, die in diesem Halbjahr in den einzelnen Fächern unterrichten. (Zu den angegebenen Sprechzeiten sind die Lehrerinnen und Lehrer regelmäßig zu erreichen.)

Mit freundlichen Grüßen

Punkt 3:

Es hat sich bewährt, etwa einmal im Schuljahr ein Informationsblatt für die Eltern zusammenzustellen. Es sollte nicht länger als zwei Seiten sein. Aufgenommen werden können z. B.

Namen und Anschriften von Eltern, deren Kinder im Laufe des Schuljahres in die Klasse gekommen sind; Informationen über Lehrerwechsel; Kurzbericht über die Schulelternratssitzungen; Bericht der gewählten Vertreter über Klassen- und Zeugniskonferenzen; Mitteilungen des Klassenlehrers.

Ein solches Informationsblatt macht nicht sehr viel Arbeit – wenn man es rechtzeitig vorbereitet! Wichtig sind die Absprachen mit dem Klassenlehrer, den Elternvertretern in den Konferenzen und den Vorsitzenden aus den Parallelklassen. Viele Eltern interessieren sich sehr dafür, was in den Parallelklassen geschieht! Achten Sie darauf, dass die Namen und Anschriften von Eltern, deren Kinder neu in die Klasse gekommen sind, nur mit schriftlicher Zustimmung in das Mitteilungsblatt aufgenommen werden können.

Probieren Sie es aus: Rundschreiben mit Kurzberichten der Elternvertreter und des Klassenlehrers sind eine Voraussetzung für einen guten Besuch von Elternabenden.