Während die „Schulqualität“ die Schule mit ihrer Beschaffenheit, den Höhen und Tiefen sowie mit ihrer Ausdehnung wie eine Landkarte beschreibt, ist das Schulprogramm das Fahrtenbuch. Hier werden die Ziele festgehalten, die von der Schule erreicht werden sollen und die Verfahren, mit denen das geschehen soll. Es ist ein Handlungsprogramm, aus dem sich die einzelnen Arbeitsschritte ableiten lassen. Jeder, der nach dem Schulprogramm arbeitet, muss erkennen können, ob er seine Ziele im vorgesehenen Zeitraum und im erwarteten Ausmaß erreicht hat. Wesentlich beim Schulprogramm ist, dass es
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Während die „Schulqualität“ die Schule mit ihrer Beschaffenheit, den Höhen und Tiefen sowie mit ihrer Ausdehnung wie eine Landkarte beschreibt, ist das Schulprogramm das Fahrtenbuch. Hier werden die Ziele festgehalten, die von der Schule erreicht werden sollen und die Verfahren, mit denen das geschehen soll. Es ist ein Handlungsprogramm, aus dem sich die einzelnen Arbeitsschritte ableiten lassen. Jeder, der nach dem Schulprogramm arbeitet, muss erkennen können, ob er seine Ziele im vorgesehenen Zeitraum und im erwarteten Ausmaß erreicht hat. Wesentlich beim Schulprogramm ist, dass es
Gemeinsam gute Schule gut gestalten, heißt das Motto. Das erste „gut“ bezieht sich auf die Schulqualität (= Produktqualität), das zweite auf die Art und Weise der Gestaltung. (= Prozessqualität)
Gemeinsam: Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern – in diese Großgruppen lässt sich die Schule schnell einteilen. Entscheidend sind häufig die feineren Unterscheidungen: Klassen, Jahrgänge und Stufen, Klassenlehrer und Fachlehrkräfte, Lehrkräfte und Schulleitungsmitglieder, Lehrkräfte mit besonderen Aufgaben und Lehrkräfte, die „nur“ unterrichten. Das nichtlehrende Personal gehört dazu: die Verwaltungsangestellten, das Hauspersonal, die Assistenzkräfte, die Sozialpädagoginnen und –pädagogen. Schülerinnen und Schüler mit besonderen Funktionen (z. B. in der SV oder als Konferenzmitglieder) und „einfach nur“ in Lerngruppen, Elternvertreterinnen und –vertreter oder „einfache“ Mitglieder von Klassenelternschaften. Weitere Beteiligte in Konferenzen können Vertreterinnen oder Vertreter des Schulträgers, der Schulbehörde oder der Kammern von Industrie, Handel und Handwerk sein. Das Wort „gemeinsam“ zeigt, wie komplex eine Schule auf dem zweiten Blick ist und wie kompliziert die Verständigung über Ziele, Inhalte und Verfahren in der Praxis ist.
Nicht viel anders verhält es sich mit dem Wort „Schule“. Was kann hier alles gestaltet werden! Die Lernorganisation: die Zusammensetzung der Lerngruppen, der Lehrplan der Schule, die Zusammenarbeit der Lehrkräfte, die Lernprozesse im Unterricht, die Unterstützung und Lernanreize durch Förderangebote. Das Zusammenleben und –arbeiten, der Umgang miteinander. Der Lern- und Lebensraum Klasse und Schule. Die Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern und der Eltern. Die Beteiligung an den Entscheidungen der Schule. Die Einbeziehung des schulischen Umfelds.
Auch das Wort „gestalten“ bietet viele Möglichkeiten an: Vom „Erörtern“ von schulischen Angelegenheiten mit den Lehrkräften und der Schulleitung reicht es bis zum selbständigen Angebot in eigener Verantwortung. Von der Gruppe, die sich aus einem bestimmten Anlass zusammengefunden hat bis zur Konferenz, die mit ihren Beschlüssen den Gestaltungsrahmen vorgibt. Handwerkliches Tun ist damit ebenso gemeint wie die planerische Arbeit. Jeweils unterschiedlich sind die Gestaltungsformen und Gestaltungsmittel, die von den Beteiligten beherrscht werden sollten. Stichworte sind z. B. Projektmethode, Moderationsmethode, Teamentwicklung, Kommunikationstraining.
Das Wort „gut“ beschreibt den Qualitätsanspruch, auf den sich die Beteiligten verständigt haben. Was „gut“ ist, kann sich von Zeit zu Zeit und Ort zu Ort unterscheiden - wichtig ist, dass die Betroffenen wissen, wovon sie reden. Denn auch in der Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft denkt man unterschiedlich über das, was in der Schule „gut“ ist. Spannend ist, wenn sich Elternvertretungen verschiedener Schulen gemeinsame Qualitätsansprüche setzen. Durch den Vergleich kann man besonders gut von einander lernen.