Das Niedersächsische Kultusministerium unterstützt die Teilnahme an Schülerwettbewerben. Die Regelungen dazu enthält der Erlass "Förderung von Schülerwettbewerben" vom 10.06.1997, SVBl. S. 274, nach dem zurzeit 41 Wettbewerbe gefördert werden.
Wettbewerbe sind Instrumente der individuellen Talententwicklung und wesentliche Bausteine in einem integrierten Förderkonzept. Schülerinnen und Schüler finden in Wettbewerben eine hervorragende Möglichkeit, ihre Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft zu erproben und zu entwickeln. Außerdem bieten sie die Gelegenheit, sich in besonderen Interessens- und Begabungsbereichen deutlich über das schulische Anspruchsniveau hinaus Herausforderungen zu stellen. Damit eröffnet sich auch die Chance, in einem klassen- und schulübergreifenden Rahmen die eigenen Lern- und Wissenskonstruktionen zu erproben. Dies trägt vielfach zu einer Verbesserung der Selbsteinschätzung bei.
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Das Niedersächsische Kultusministerium unterstützt die Teilnahme an Schülerwettbewerben. Die Regelungen dazu enthält der Erlass "Förderung von Schülerwettbewerben" vom 10.06.1997, SVBl. S. 274, nach dem zurzeit 41 Wettbewerbe gefördert werden.
Wettbewerbe sind Instrumente der individuellen Talententwicklung und wesentliche Bausteine in einem integrierten Förderkonzept. Schülerinnen und Schüler finden in Wettbewerben eine hervorragende Möglichkeit, ihre Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft zu erproben und zu entwickeln. Außerdem bieten sie die Gelegenheit, sich in besonderen Interessens- und Begabungsbereichen deutlich über das schulische Anspruchsniveau hinaus Herausforderungen zu stellen. Damit eröffnet sich auch die Chance, in einem klassen- und schulübergreifenden Rahmen die eigenen Lern- und Wissenskonstruktionen zu erproben. Dies trägt vielfach zu einer Verbesserung der Selbsteinschätzung bei.
Wettbewerb ist nicht gleich Wettbewerb. So unterscheiden sich aufgabenorientierte Wettbewerbe (z.B. Bundeswettbewerb Mathematik), bei denen das Niveau von vornherein und absolut vorgegeben ist, von projektorientierten Wettbewerben (z.B. Jugend forscht), deren Niveau erst im Vergleich der Arbeiten festgelegt wird.
Bei aufgabenorientierten Wettbewerben liegt die Herausforderung in der Andersartigkeit der Aufgabenstellung oder der Aufgabenthemen, die weniger schematische sondern eher eigenständige und kreativer Herangehensweisen erfordern. Projektorientierte Wettbewerbe bieten eher die Möglichkeit, eigene, in der Schule vielleicht für abwegig gehaltene Arbeitsansätze und Forschungsstrategien umzusetzen und zur Diskussion zu stellen.
Wettbewerbe können durchaus eine Gelegenheit darstellen, Begabung in Leistung umzusetzen und damit erkennbar werden zu lassen. So lässt sich beobachten, dass Begabte, die sich nach außen nicht als Hochleister darstellen, im Wettbewerb zu ihrer individuellen Leistungsfähigkeit finden.
Vom Standpunkt der Begabungsförderung ist eine frühzeitige Teilnahme an „Einstiegswettbewerben“ wirkungsvoll. Beispiele von Wettbewerben, die sich bereits an jüngere Schülerinnen und Schüler richten, sind „Schüler experimentieren“, der Juniorwettbewerb von „Jugend forscht“, „Jugend musiziert“, „Jugend zeichnet und gestaltet“ und die „Mathematik-Olympiade“.
Jüngere Schülerinnen und Schüler finden leichter Zugang zur Wettbewerbsbeteiligung auf später höherem Niveau. Speziell für Mädchen ist es sinnvoll, mit der Begabungs- und Interessenförderung früh zu beginnen, insbesondere im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich. Nicht zuletzt sind Einstiegswettbewerbe generell auch Instrumente der Breitenförderung, die als Voraussetzung für Begabungsförderung gesehen werden kann.
Eine begabungs- und leistungsfördernde Wirkung entfalten Wettbewerbe besonders dann, wenn sie auch in die schulische und unterrichtliche Arbeit einbezogen werden, sei es, dass Aufgabenstellungen im Unterricht verwendet werden oder eine Wettbewerbsteilnahme als Projekt angelegt wird, sei es, dass Schülerinnen und Schüler in Arbeitsgemeinschaften auf Wettbewerbe vorbereitet werden. Schulen, an denen systematisch und langfristig eine derartige Wettbewerbskultur auch im regulären Unterricht angelegt wird, stellen häufig Preisträger in den entsprechenden Wettbewerben und erreichen in der Regel ein allgemein höheres Leistungsniveau.
Durch Wettbewerbe und freie Leistungsvergleiche wird außerdem die Lernkultur gefördert, insbesondere weil Selbständigkeit, Eigenverantwortung und Kommunikation sowie Kooperation verlangt werden.
Es besteht ein breites und im Anspruchsniveau sehr differenziertes Wettbewerbsangebot in den Bereichen Sprache/Fremdsprachen, Theater, Musik, bildnerisches und plastisches Gestalten, Film/Video, Geschichte/Politik, Naturwissenschaften, Mathematik/Informatik, Kultur und Religion, Schach und Sport.
Wettbewerbsleistungen, bei denen der Anteil der Schülerin oder des Schülers zweifelsfrei erkennbar ist, sind bei der Benotung des entsprechenden Faches angemessen zu berücksichtigen. Außerdem sieht die Oberstufenverordnung vor, dass ein umfassender Beitrag zu bestimmten von den Ländern geförderten Wettbewerben als besondere Lernleistung für das Abitur eingebracht werden kann
Zurzeit werden in Niedersachsen folgende Schülerwettbewerbe gefördert:
Die mit * markierten Wettbewerbe werden nach der Vereinbarung der Kultusministerkonferenz der Länder vom 14.09.1984 gesamtstaatlich gefördert. Darüber hinaus gibt es zahlreiche auf regionaler Ebene durchgeführte Schülerwettbewerbe.
Ausführliche Beschreibungen zu allen aufgeführten Wettbewerben sowie eine Zusammenstellung aktueller Wettbewerbsausschreibungen können im Nieders. Bildungsserver (NiBiS) unter www.nibis.ni.schule.de (MK aktuell –häufig angeforderte Unterlagen) abgerufen werden.